FREUD Sigmund (1856-1939). L.A.S. « Freud »,...

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FREUD Sigmund (1856-1939). L.A.S. « Freud »,...

FREUD Sigmund (1856-1939).
L.A.S. « Freud », Wien 9 octobre 1932 ; 1 page ¾ in-4 à son en-tête et adresse Wien IX, Berggasse 19 ; en allemand (petites fentes aux plis réparées).
Importante lettre sur son combat sur la reconnaissance de la psychanalyse, et sur la psychanalyse aux U.S.A.
[Freud cite dans sa lettre les psychanalystes William STERN (1871–1938) et Franz ALEXANDER (1891-1964), qui ont fondé en octobre 1932 le Chicago Psychoanalytic Institute avec une orientation académique, indépendant de la Psychoanalytic Society.]
« Ich will gern annehmen daß Sie ein Freund der psychoanalytischen Bewegung sind. Über die Mittel und Wege, wie man ihr dienen kann, scheinen wir sehr verschiedener Meinung zu sein. Sie finden den Entwurf von Stern und Alexander zur Ankündigung des neuen psychoanalytischen Instituts allzu schroff polemisch, ich fand ihn zaghaft und unbefriedigend.
Seit mehr als einem Menschenalter kämpfe ich mit dem Widerstand gegen die Psychoanalyse innerhalb und außerhalb akademischer Kreise. Ich glaube, ich weiß ihn einzuschätzen. Man muß mit ihm rechnen und ihm Stand halten. Er ist nicht dadurch zu beseitigen, daß man vom Programm und Inhalt der Analyse etwas verschweigt. Glaubt man durch solche diplomatische Unaufrichtigkeit Freunde gewonnen zu haben, so giebt es dann nur zwei Möglichkeiten. Entweder Sie erfahren, was die Analyse will und dann verwandeln Sie sich in Feinde, oder man getraut sich aus festgehaltener Rücksicht auf diese prekären Freunde nicht das zu thun was die Analyse zu thun vorschreibt, und dann verdient man nicht den Namen einer Psychoanalytikers.
Psychoanalyse und Opportunismus vertragen sich nicht mit einander. Man sucht in der Analyse ein Stück der durch Konventionen verhüllten Wahrheit aufzudecken. Die erste Wahrheit, die man sich eingestehen muß ist, daß man den Widerstand breiter Schlichten der Menschheit nicht vermeiden kann. Wollen die Universitäten nichts von der Analyse wissen, so muß sich die Analyse eben un
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